Ein Passwort-Generator, der jedes Zeichen einzeln würfelt
Du legst gerade den dritten Account in einer Woche an und willst nicht schon wieder dasselbe Passwort tippen. Dafür ist der Passwort-Generator da. Er baut ein Zufallspasswort aus den Zeichengruppen, die du einschaltest. Die Länge liegt zwischen 8 und 64 Zeichen, voreingestellt sind 20.
Drei Beispiele für die Einstellungen. Das WLAN-Passwort auf einem gedruckten Gästekärtchen bekommt die Option Ähnliche Zeichen vermeiden, dann rätselt niemand zwischen großem I und kleinem l. Für einen Datenbank-Benutzer auf dem Testserver stellst du 64 Zeichen ein, denn tippen musst du das nie. Ein Altsystem, das nur 12 Zeichen und keine Sonderzeichen annimmt, bekommt 12 Zeichen ohne Sonderzeichen. Das ergibt immer noch etwa 71 Bit.
Von 8 bis 64 Zeichen in fünf Handgriffen
- Schiebe den Regler für die Länge. Daneben steht die genaue Anzahl.
- Schalte Großbuchstaben, Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen an oder aus. Anfangs sind alle vier aktiv.
- Aktiviere Ähnliche Zeichen vermeiden, wenn jemand das Passwort vorlesen oder von einem Zettel abtippen muss. Die Option entfernt I, O, l, o, 0 und 1.
- Prüfe den Stärkebalken und die Bit-Angabe unter dem Feld. Jede Änderung erzeugt ein neues Passwort. Mit Neu würfelst du ein weiteres.
- Klicke auf Kopieren. In der Batch-Liste rechts stehen fünf weitere Vorschläge.
Warum manchmal die Ziffer fehlt
Jedes Zeichen wird einzeln aus einem gemeinsamen Pool gezogen. Keine Gruppe hat einen garantierten Platz. Bei 8 Zeichen und vier aktiven Gruppen enthalten deshalb etwa vier von zehn Passwörtern keine Ziffer. Verlangt eine Seite eine, drückst du auf Neu oder erhöhst die Länge.
Die Sonderzeichen sind eine feste Liste mit 26 Zeichen: !@#$%^&*()_+-=[]{}|;:,.<>? Anführungszeichen, Schrägstriche, Tilde und Leerzeichen fehlen. Lehnt eine Seite eines davon ab, schaltest du die ganze Gruppe aus. Einzeln abwählen geht nicht.
Schaltest du alle vier Gruppen aus, greift der Generator stillschweigend auf Kleinbuchstaben zurück. Die Kästchen bleiben dabei leer.
Die Stärkeanzeige betrachtet nur die Entropie: unter 40 Bit schwach, unter 65 mittel, unter 90 stark, darüber sehr stark. Sie bewertet das angezeigte Passwort und kein selbst eingetipptes. Einen Passphrase-Modus und einen Verlauf gibt es nicht.
Wohin das erzeugte Passwort geht
Die Zufallszeichen stammen von crypto.getRandomValues in deinem Browser. Ein Klick oder eine Bewegung des Reglers löst keine Anfrage aus, das siehst du im Netzwerk-Tab der Entwicklertools. Nach einem Neuladen sind Passwort und Batch-Liste weg. Kopieren schreibt in die Zwischenablage, ein Zwischenablage-Manager auf deinem Gerät kann also eine Kopie behalten.